Ich shoote ja ausschließlich TFP, oder etwas zeitgemäßer TFCD. Aber inzwischen müsste es ja eigentlich TFC heissen, also “Time for Copies“. Denn Papierabzüge gibt es nur in seltenen Fällen, CD/DVD hatte ich bisher noch gar nicht, denn was an Bildern bei einem Shooting herauskommt, wird dem Model von mir üblicherweise auf picdrop.de zu Verfügung gestellt. TFC also.

Aber TFC steht auch noch für etwas anderes, nämlich “Time for Contemplation”. Damit ist nichts anderes gemeint, dass ich von einem Model schon erwarte, dass es sich genügend Gedanken darüber macht, was es für Bilder möchte oder ob es gewillt ist bei meinen Ideen mitzumachen. Und damit meine ich dann auch nicht nur jetzt und hier und während des Shootings sondern auch darüber hinaus. Konkreter, kann das Model dann auch damit leben, dass es eben diese Bilder (oder überhaupt Bilder) auch in 10 Jahre noch gibt? Eigentlich setze ich voraus, dass das Model sich ausreichend Gedanken darüber gemacht hat und auch mit einbezieht, wo es vielleicht in 10 Jahren stehen wird. Ob diese Bilder dann noch okay sind. Ob sie zum “Image” der Person in 10 Jahren passen würden. Vielleicht weil man sich beruflich verändert. Und diese Frage sollte man sich nicht nur stellen, wenn man für ästhetische Aktbilder posiert. Das kann für jedes Outfit, jede Pose, jeden Gesichtsausdruck gelten.

Würdest du dich in 10 Jahren so auch noch akzeptieren?
Oder wäre es ein Grund sich zu schämen?

Natürlich veröffentliche ich keine Bilder, die das Model in irgendeiner Weise denunzieren könnten, weder heute noch in 10 Jahren. Und ich shoote ohnehin keine Bilder die irgendwie anstößig oder unanständig wären. Meistens sind meine Bilder ja doch harmlos und Akt shoote ich tatsächlich seltener als es den Eindruck erwecken könnte. Akt ist auch nicht unbedingt das, worauf ich aus bin und um was es mit bei der Fotografie geht.

, oder noch zeitgemäßer TFC (Time for Copy). Aber gerade in den letzten Tagen frage ich mich, ob bei den Models, mit denen ich shoote